Zwei Positionen

Kunststoffverbote – eine gute Lösung?

Wir fragen zwei Experten: Erik Solheim und Professor Richard Thompson

Fast 80 Prozent des Kunststoffabfalls, der jemals produziert wurde, liegt auf Müllhalden und Deponien oder ist in die Umwelt gelangt. Um dagegen anzugehen, haben mittlerweile mehr als 60 Länder Verbote oder Abgaben auf Einwegprodukte aus Kunststoff erlassen. Aber sind solche Maßnahmen eine wirksame Antwort?

Erik Solheim

Erik Solheim war von 2016 bis 2018 Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UN Environment). Zuvor war er Vorsitzender des Entwicklungshilfeausschusses der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und von 2007 bis 2012 norwegischer Minister für Umwelt und internationale Entwicklung.

Seit Anfang 2017 setzt sich das Umweltprogramm der Vereinten Nationen dafür ein, die Auswirkungen der Umweltverschmutzung durch Kunststoff zu verringern. Ziel ist es, „den übermäßigen, verschwenderischen Gebrauch von Einwegkunststoffen“ zu unterbinden. Der ehemalige Exekutivdirektor Erik Solheim erklärt, warum die Organisation Regierungen rund um den Globus ermutigt, über ein Verbot oder Sanktionen für die Verwendung von Einwegartikeln aus Kunststoff nachzudenken.

Professor Richard Thompson

Professor Richard Thompson ist Meeresbiologe und Leiter der International Marine Litter Research Unit an der University of Plymouth/England. Er hat an der Gesetzgebung der Regierung des Vereinigten Königreichs zu Einwegtragetaschen und der Verwendung von Mikroperlen in Kosmetika mitgewirkt. Als Sachverständiger wurde er bei parlamentarischen Untersuchungen zum Thema Kunststoffabfälle und die durch sie verursachte Umweltverschmutzung herangezogen.

Professor Richard Thompson untersucht seit drei Jahrzehnten die Folgen der Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfälle. Seine Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, die Verbreitung kleiner Kunststoffpartikel – Mikroplastik – in der Umwelt aufzudecken und zu zeigen, wie sie sich auf Tiere und Ökosysteme auswirken. Er glaubt, dass die Welt einen intelligenteren Ansatz für die Herausforderung finden muss, die Kunststoffabfälle mit sich bringen.

Interview mit Erik Solheim

Creating Chemistry: Warum muss die Welt mehr tun, um gegen Kunststoffabfälle vorzugehen?
Solheim: Die Verschmutzung durch Kunststoffe ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Sie schadet nicht nur Flora und Fauna an Land und im Wasser, sondern auch der Wirtschaft vieler Küstengemeinden und möglicherweise der menschlichen Gesundheit. Sie ist daher ein Symptom für ein größeres Problem: die verschwenderische Weise, in der so viele von uns ihr Leben leben und die so ganz und gar nicht nachhaltig ist.

Einige Länder haben Verbote oder Reduktionsziele für verschiedene Kunststoffprodukte eingeführt. Worin besteht das Hauptziel dieser Maßnahmen?
Solheim: Es ist eine Antwort auf das, was zu einer sichtbaren Verschandelung und einem ernsten Verschmutzungsproblem geworden ist. In vielen Fällen ist es eine Antwort auf den Druck der Öffentlichkeit, weil viele Menschen sowohl ihre Einstellung als auch ihr Verhalten gegenüber Einwegkunststoffen ändern. Es ist eine Botschaft an den Privatsektor, Neuerungen einzuführen und konstruktive Lösungen oder Alternativen zu entwickeln. Es zeigt aber auch, dass wir eine klare politische Position brauchen, um die Umweltverschmutzung durch Kunststoff langfristig zu lösen.

In vielen Fällen benötigen wir einfach keine Einwegkunststoffe und man könnte auf sie verzichten.“

Erik Solheim

Erik Solheim, ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UN Environment).

Was hat sich dadurch ökologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich verändert?
Solheim: Ruanda hat als eines der ersten Länder der Welt Plastiktüten verboten. Im Vergleich zu vielen seiner Nachbarn ist das Land heute in dieser Hinsicht vorbildlich. Ich bin überzeugt, dass dies ein Faktor unter vielen ist, erfolgreich neue Unternehmen und Investoren zu gewinnen. In Kenia, wo erst vor Kurzem ein Verbot eingeführt wurde, finden sich in Schlachthöfen keine Plastiktüten mehr im Magen von Kühen. Safari-Führer sind zufrieden, weil die Nationalparks nicht mehr aussehen wie Müllhalden. In Nairobi gab es zudem in diesem Jahr trotz einer stärkeren Regenzeit weniger Überschwemmungen innerhalb des Stadtgebiets, weil die Entwässerungssysteme nicht durch Plastiktüten verstopft waren. Dies sind Vorteile für den Tourismus, für die Wirtschaft, für die städtische Sicherheit und für die öffentliche Gesundheit.

Welche Rolle können die verschiedenen Interessengruppen dabei spielen, die Verschmutzung durch Kunststoffabfälle zu verringern?
Solheim: Jede Interessengruppe ist hier gefragt. Regierungen müssen tragfähige Gesetze verabschieden, die sowohl für Verhaltensänderungen als auch für Innovationen Anreize schaffen. Die Verbraucher sollten Maßnahmen ergreifen, um ihre Kunststoffbilanz zu verbessern. Außerdem sollten sie ihre Stimme und Geldbörse erheben und den Einzelhandel überzeugen, das Gleiche zu tun – zum Beispiel durch den Verzicht auf unnötige Kunststoffverpackungen, von denen es eindeutig zu viele gibt. Sowohl Produkt- als auch Materialhersteller müssen bei der Entwicklung ihrer Erzeugnisse einen Lebenszyklusansatz verfolgen. Sie sollten auch aufhören, Kunststoffartikel zu entwerfen, die darauf ausgelegt sind, unmittelbar nach dem Gebrauch entsorgt zu werden. Um all diesen Akteuren zu helfen, wirksamer zu agieren, lautet die kurze Antwort, dass sie die Schwere des Problems erkennen und anfangen müssen, entsprechend zu handeln. Das wäre ein sehr wichtiger erster Schritt.

Trägt ein besseres Abfallmanagement zur Lösung des Problems bei?
Solheim: Das Abfallmanagement muss in der Tat verbessert werden, vor allem in den Entwicklungsländern sowie im Bereich des Recyclings und der Wiederverwendung. Aber ein Wundermittel ist das nicht. Kunststoffabfälle sind ein Umweltproblem, und der Verursacher muss etwas ändern. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn die Kunststoffindustrie einsieht, dass sie von Einwegkunststoffen wegkommen muss, um wirklich Teil der Lösung zu sein.

Inwieweit helfen Alternativen zu Kunststoffen, diese Herausforderungen zu bewältigen?
Solheim: In vielen Fällen benötigen wir einfach keine Einwegkunststoffe und man könnte auf sie verzichten. In anderen Fällen gibt es nachhaltige Alternativen – das schließt auch Kunststoffprodukte ein, die wiederverwendet werden können. Ich bin nicht grundsätzlich gegen Kunststoff. Es ist ein tolles Produkt. Wir müssen uns darin ändern, wie wir Kunststoffe einsetzen und wie wir ihren gesamten Lebenszyklus gestalten.

Glauben Sie, dass wir die Auswirkungen auf die Umwelt von unsachgemäß entsorgten Kunststoffabfällen in naher Zukunft verringern können?
Solheim: Ich bin im Allgemeinen optimistisch, insbesondere was die Umweltverschmutzung durch Kunststoff betrifft. Es passiert bereits so viel, und es geschieht sehr schnell. Als in meinem Heimatland Norwegen erstmals ein Rauchverbot in Bars und Restaurants eingeführt wurde, haben viele Leute gesagt, das sei verrückt und zum Scheitern verurteilt. Inzwischen ist es zur Norm geworden. Ich denke, wir sehen die gleiche Art von Umdenken, wenn es um die Umweltverschmutzung durch Kunststoff geht.

Interview mit Professor Richard Thompson

Creating Chemistry: Sollten wir aufhören, Kunststoffprodukte herzustellen und zu verwenden?
Thompson: Kunststoffe sind nicht der Feind. Sie haben viele gesellschaftliche Vorteile und das Potenzial, unseren Fußabdruck auf dem Planeten zu verringern. Der Grund für den Anstieg der globalen Kunststoffproduktion von 5 Millionen Tonnen pro Jahr in den 1950er-Jahren auf heute 300 Millionen Tonnen, ist, dass Kunststoff langlebig, preiswert, leicht und vielseitig ist. Nur hat unsere Fähigkeit, mit diesen Produkten an ihrem Lebensende richtig umzugehen, mit der gesteigerten Verwendung von Kunststoffen nicht Schritt gehalten.

Professor Richard Thompson, Meeresbiologe und Leiter der International Marine Litter Research Unit an der University of Plymouth/England.

Sind Kunststoffverbote ein wirksames Mittel, um die Auswirkungen von Kunststoffabfällen auf die Umwelt zu reduzieren?
Thompson: Kein Land hat ein vollständiges Verbot von Einwegkunststoffen verhängt, aber manche Länder haben einzelne Produkte, wie zum Beispiel Tragetaschen aus Kunststoff, verboten oder ihren Gebrauch eingeschränkt. Beweise für die Wirksamkeit dieser Verbote gibt es nicht immer, aber in einigen Regionen wie Wales und Nordirland wurden ihre Auswirkungen untersucht. Es gibt dort zwar eine gewisse Substitution. Zum Beispiel ist der Verkauf von Müllbeuteln gestiegen, der Verbrauch insgesamt aber ist zurückgegangen. Auch bei der Strandreinigung finden sich in diesen Regionen weniger Plastiktüten, obwohl es aufgrund der Langlebigkeit von Kunststoffen in der Umwelt natürlich eine Weile dauert, bis diese Effekte sichtbar werden.

Ich glaube nicht, dass die Umweltverschmutzung durch Kunststoffe ein Problem ist, das mit einer einzigen Explosion von Maßnahmen behoben werden kann.“

Professor Richard Thompson

Wie sollen wir das Problem angehen?
Thompson: Wichtig ist, die Anwendungsfälle zu unterscheiden. Es gibt einige Einwegartikel aus Kunststoff, auf die wir verzichten könnten. Angesichts dessen, was wir heute über die Wirkung von Kunststoff wissen, denke ich, dass es in unserer aller Verantwortung liegt zu sagen: Wenn ich es nicht brauche, sollte ich es vielleicht vermeiden. Aber es gibt auch andere Fälle, in denen man nach einer korrekt durchgeführten Analyse der Kosten, des Nutzens und der Umweltverträglichkeit zu dem Ergebnis kommt, dass Kunststoff das beste Material für diese spezielle Aufgabe ist. In diesen Fällen müssen wir dafür sorgen, dass in Kreisläufen gedacht wird, und darüber nachdenken, was am Ende der Produktnutzung passiert und wo dieses Nutzungsende stattfinden wird.

Sind neue Ansätze bei der Produktentwicklung und Lösungen im Abfallmanagement Teil der Antwort?
Thompson: Wir sollten nicht nach technologischen Wundern Ausschau halten. Es ist unvernünftig, zu erwarten, dass eine Verpackung widerstandsfähig und langlebig ist, ihren Inhalt wirksam schützt und sich dann plötzlich in Luft auflöst, wenn sie in der Umwelt entsorgt wird. Beispielsweise bringt die Verwendung kompostierbarer Materialien klare Vorteile – allerdings nur in der passenden Anwendung und wenn der Zugang zu einem geeigneten Abfallkreislauf vorhanden ist. Wenn solche Materialien nur mit dem Restmüll vermischt werden und auf der Deponie landen, gehen diese Vorteile verloren. Wir müssen das Lebenszyklusende von Anfang an berücksichtigen, wenn wir mit der Entwicklung eines Produkts beginnen. Doch wenn ich mit Produktentwicklern spreche, sagen sie immer wieder, dass Überlegungen zum Lebenszyklusende nicht Teil ihres Auftrags sind.

Welche weiteren Maßnahmen sollten Ihrer Meinung nach umgesetzt werden?
Thompson: Ich glaube nicht, dass die Umweltverschmutzung durch Kunststoffe ein Problem ist, das mit einer einzigen Explosion von Maßnahmen behoben werden kann. Aber die Öffentlichkeit will Veränderungen. Daher befürchte ich, dass eine Kurzschlussreaktion der Politik oder der Industrie zu unsachgemäßen Entscheidungen mit unbeabsichtigten Folgen führen könnte. Es gibt Maßnahmen, die meiner Meinung nach sicherlich hilfreich wären. So könnten etwa Anreize geschaffen werden, die Hersteller ermutigen, eine bestimmte Menge an recyceltem Material in ihre Produkte zu integrieren. Aber das ist eine komplexe Aufgabe, die einen interdisziplinären Ansatz erfordert. Wir brauchen einen Rundumblick, um zu sehen, wie sich Veränderungen auswirken. Dazu müssen wir Material-, Umwelt- und Verhaltenswissenschaften zusammenbringen, um die wissenschaftlichen Belege zu bewerten und die beste Richtung für Veränderungen festzulegen.

Müssen Schwellenländer einen anderen Ansatz bei Kunststoffabfällen wählen?
Thompson: Einige Länder im Fernen Osten stehen auf der Liste der Regionen mit der höchsten Umweltverschmutzung durch Kunststoff ganz oben. Aber tatsächlich ist ihr Pro-Kopf-Verbrauch an Plastik relativ gering. Ihr Problem ist eine schlechte Infrastruktur beim Abfallmanagement. Es gibt einige Fälle, in denen wir Produkte in Entwicklungsländer exportieren, obwohl wir wissen, dass die Gemeinden dort keine Möglichkeit haben, mit den entstehenden Abfällen richtig umzugehen. Es liegt in unserer Verantwortung, darüber nachzudenken, wie wir dabei helfen können. Aber letztlich muss jeder etwas dafür tun, um Kunststoffe mehr kreislauforientiert zu verwenden. Die Lösungen in den verschiedenen Regionen werden nicht alle identisch sein. Unsere Herausforderung besteht darin, den Entwicklungsländern jetzt zu helfen, diesen Weg schneller einzuschlagen, als wir es in Europa oder Nordamerika getan haben.

Sind Sie optimistisch, dass wir dieses Problem lösen können?
Thompson: Die meisten Vorzüge der Kunststoffe könnten wir in einer mehr kreislauforientierteren Form nutzen: ohne langlebige Abfälle und ohne dass Müll in die Umwelt gelangt. Derzeit sind Interesse und Leidenschaft für dieses Thema in der Öffentlichkeit, bei politischen Entscheidungsträgern und in der Industrie sehr groß. In den 30 Jahren, die ich in diesem Bereich arbeite, habe ich noch nie zuvor erlebt, dass all diese Interessen so deckungsgleich waren. Für Unternehmen sehe ich eine Marktchance darin, Kunststoffe verantwortungsbewusst zu nutzen, und einen Wettbewerbsnachteil darin, so weiterzumachen wie bisher.

BASF-Standpunkt

Entscheidend ist der verantwortungsvolle Umgang

Vermüllte Strände und Kunststoffabfälle in den Weltmeeren sind zum Symbol der Umweltverschmutzung und der Wegwerfgesellschaft geworden. Einigkeit besteht darüber, dass dringendes Handeln geboten ist. Mit dem Verbot einzelner Werkstoffe oder bestimmter Anwendungen werden wir diese Herausforderung jedoch nicht lösen. Was wir benötigen, sind funktionierende Abfallentsorgungssysteme und ein verantwortlicher und nachhaltiger Umgang mit Abfällen.

BASF sagt klar: Kunststoffabfälle haben in der Umwelt nichts zu suchen. Deshalb unterstützen wir gesellschaftliche und politische Initiativen, die sich den Herausforderungen bei Kunststoffabfällen stellen. Verbote oder Abgaben auf die Verwendung bestimmter Kunststoffprodukte sind jedoch nicht zielführend, um einen unsachgemäßen Umgang mit Abfällen zu beheben oder die Infrastruktur in der Entsorgung zu verbessern.

Die Ver­schmutzung durch Abfälle ist ein globales Problem. Es zu bewältigen, erfordert jedoch maßgeschneiderte regionale Lösungen.“

Dr. Klaus Wittstock

Dr. Klaus Wittstock

Leiter Umweltpolitik, BASF, Ludwigshafen

Kunststoffe sind wertvolle Materialien, die unzählige Vorteile bieten: Sie helfen, die Energieeffizienz zu erhöhen sowie Ressourcen zu sparen, und sind leicht zu verarbeiten. Viele Lösungen im Gesundheitsbereich sind zwingend auf moderne Kunststoffe angewiesen Sie sind im Preis-Leistungs-Verhältnis nahezu unschlagbar, aber auch für jeden Designer moderner Produkte unverzichtbar. Für viele Anwendungen gibt es keinen gleichwertigen Ersatz, der diese Vorzüge aufweist. Bevor entschieden wird, die Nutzung von Kunststoffen für bestimmte Anwendungen zu reduzieren, sollte immer eine umfassende Analyse der ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen erfolgen. Dabei muss der gesamte Lebenszyklus des Produkts berücksichtigt werden. Oft zeigt sich: Kunststoff ist aufgrund seiner Eigenschaften das ökologisch und wirtschaftlich sinnvollere Material, zum Beispiel beim Automobilleichtbau oder bei der Gebäudedämmung. Am Ende ihrer Nutzung können alle Kunststoffe erneut verwendet werden. Sie können in neue Kunststoffe oder in chemische Rohstoffe umgewandelt, aber auch als Energiequellen genutzt werden.

Unsachgemäßer Umgang mit Abfall und die Vermüllung der Umwelt haben nichts mit einem bestimmten Material zu tun. Der erste Schritt im Kampf gegen Umweltverschmutzung durch Abfälle ist es sicherzustellen, dass diese möglichst vollständig gesammelt und sinnvoll verwertet werden. Dies erfordert ein koordiniertes Vorgehen vieler Beteiligter. Dazu gehört beispielsweise, geeignete Abfallmanagementsysteme zu entwickeln, Deponieverbote für Kunststoffe und andere verwertbare Abfälle auszusprechen, aber auch eine umfangreiche Verbraucherinformation anzubieten und Gesetze gegen Vermüllung konsequent durchzusetzen. Die Verschmutzung durch Abfälle ist ein globales Problem. Es zu bewältigen, erfordert jedoch maßgeschneiderte regionale Lösungen.

Als ein Mitglied in der Kunststoff-Lieferkette gibt BASF hier wichtige Antworten. Wir bieten eine Reihe leistungsstarker Lösungen an, die darauf zugeschnitten sind, die Umweltbelastung durch Kunststoffe zu reduzieren – sei es durch ihre Gestaltung, ihr Einsatzgebiet oder die Verwertungsmöglichkeiten am Ende der Nutzungsphase. Wir beteiligen uns aktiv an der Operation Clean Sweep®. Diese Initiative der Kunststoffindustrie zielt darauf ab, dass unverarbeitetes Kunststoffgranulat, etwa bei Transporten, nicht in die Umwelt gelangt. Darüber hinaus beteiligt sich BASF mit anderen Interessenvertretern an zahlreichen Projekten und Initiativen, die wertschöpfungskettenübergreifend bessere Abfallmanagementverfahren entwickeln oder dazu beitragen, die Verbraucher für das Thema Vermüllung zu sensibilisieren. Zusätzlich treibt BASF das chemische Recycling von nicht klassisch recycelbaren Kunststoffabfällen voran, um diese als Rohstoff in der Chemieproduktion einzusetzen und somit wieder in qualitativ hochwertige neue Produkte zu bringen.

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